06. August 2024
Es war an einem Dienstag, als ich im Büro am Hals eine kleine Verdickung spürte. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, warum ich so plötzlich bemerkte. Vielleicht, weil ich generell ein gesundes Körpergefühl besitze? Für mich war die Stelle nur sehr ungewöhnlich. Klar waren die Lymphknoten am Hals bei Halsschmerzen schon einmal geschwollen. Die Stelle unten links am Hals war den aber doch ungewöhnlich.
Ich rief Michas Mama kurz an, weil sie mal Krankenschwester war und mir eventuell plausibel erklären könnte, was es denn sein könnte. Sie sagte, dass es eventuell durch Klimaanlage, offene Fenster - es war ja auch Hochsommer - passieren kann, dass man sich einen Zug holt. Ich bin nach der Arbeit, zusammen mit Thorvi zu ihr gefahren, damit sie mal schauen kann.
Normalerweise würde ich mir in solchen Situationen keine großen Sorgen machen, doch diesmal war es anders. Nur blöd, dass Micha gerade in Chicago war und nicht bei mir sein konnte, damit wir darüber persönlich sprechen. Es sollte nur eine Nacht dauern, dass ich mich dazu entschlossen hatte, meinen Arzt aufzusuchen, damit das abgeklärt wird.
Gedacht, getan: nachdem ich Thorvi in die Kita gebracht hatte, fuhr ich nach Ilsenburg zu meinem Hausarzt. Er sagte, dass es eventuell eine Entzündung sein könnte. Aber ohne Fieber?
Daher überwies er mich an einen HNO-Arzt, den ich nach einem kurzen Telefonat umgehend aufsuchen konnte. Die Schwestern machten zunächst einen Hörtest, der Arzt prüfte meinen Rachen & machte Ultraschall vom Hals. Dann fragte er mich, wie lange ich dies schon hätte, ob wir im weiteren Ausland im Urlaub waren... doch ich konnte dies nur verneinen. Dann sagte er: "Frau Großheim, es ist bei Ihnen soweit alles in Ordnung. Was mich nur etwas beunruhigt, ist, dass sie 4-5 geschwollene Lymphknoten haben. Daher würde ich sie umgehend ins MRT schicken; Ihnen aber vorher nochmal Blut abnehmen!"
Die Schwestern machten umgehend einen Termin in Wolfenbüttel für den Folgetag, so dass wirklich keine Zeit verloren gehen konnte und sollte am Freitag zur Auswertung des Blutes und der Bilder wieder in die Praxis kommen.
Mir kamen noch während der Heimfahrt die Tränen - und dann war Micha auch nicht da. Alles blöd.
Ich bin am nächsten Tag gleich ins MRT, bekam nach der Behandlung einen QR-Code, konnte aber selbst anhand der Bilder für mich nicht viel erkennen. Wie auch? Dies sollte der HNO-Arzt am nächsten Tag für mich "Übersetzen". Diese kleine Veränderung & das Gespräch mit dem Arzt machte mir bewusst, wie wichtig es ist, solche Anzeichen ernst zu nehmen und den eigenen Körper genauer zu beobachten:
Ich hatte geschwollene Lymphknoten bis runter zu Lunge, was schnellstmöglich in einer HNO-Klinik abgeklärt werden sollte. Dazu machte er sofort einen Termin für Montag, damit ich dort vorstellig und es zügig weitergehen konnte. Wie gut, dass dann auch wieder Micha da war, der mir in solchen Situationen natürlich einmal mehr fehlt.
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