1. Arztgespräch & OP in der HNO-Klinik

12. August 2024

Am Montag sind wir um 8 Uhr im Krankenhaus gewesen. Die Patientenaufnahme dauerte seine Zeit, aber Micha war da. Seine Schulter brauchte ich mehr denn je.

Nachdem mein Name aufgerufen worden war, stand ich auf und begab mich langsam in den Behandlungsraum. Dort wartete der Oberarzt Dr. Pethe zusammen mit einer jungen Assistenzärztin auf mich. Die Assistenzärztin lächelte freundlich und begann routiniert mit einer Untersuchung, indem sie zunächst in meinen Mund schaute, um mögliche Auffälligkeiten zu erkennen. Anschließend prüfte sie auch meine Ohren, um sicherzustellen, dass dort nichts Ungewöhnliches vorlag. Es war der Moment, in dem mir bewusst wurde, dass ich in letzter Zeit immer wieder von leichten Ohrenschmerzen geplagt worden war. Diese Schmerzen hatten mich an das Gefühl erinnert, das man manchmal nach einem starken Zug oder einer Erkältung hat – nicht dramatisch, aber eben doch störend.

Dr. Pethe übernahm danach das Gespräch und die Untersuchung. Mit ruhiger Stimme erklärte er mir, dass er nun meinen Hals abtasten würde. Er nahm sich Zeit, fühlte gründlich entlang meiner Halsregion und schien dabei nach möglichen Veränderungen oder Unregelmäßigkeiten zu suchen. Schließlich blickte er mir in die Augen und erklärte sachlich, dass sie am nächsten Tag eine Gewebeprobe vom tastbaren Lymphknoten entnehmen wollten. Diese Prozedur, so erklärte er weiter, sei eine Vorsichtsmaßnahme, um mit großer Sicherheit herauszufinden, was in meinem Körper vor sich geht. Er fügte hinzu, dass es sich möglicherweise auch als unnötig herausstellen könnte, und dass ich wahrscheinlich eine kleine Narbe am Hals davontragen würde. Doch, so versicherte er mir, sei diese Probe der beste Weg, um Klarheit zu schaffen.

Während ich diesen Informationen lauschte, bemühte ich mich, weiterhin optimistisch zu bleiben. Ich wollte nicht gleich das Schlimmste annehmen, auch wenn die Situation eine gewisse Unruhe in mir hervorrief. Meine Gedanken kreisten um die Möglichkeit, dass vielleicht nur eine einfache Entzündung die Ursache sein könnte. Schließlich fühlte ich mich abgesehen von den gelegentlichen Ohrenschmerzen doch eigentlich gesund. Ich hatte weder Fieber noch andere typische Krankheitssymptome, und insgesamt war ich immer jemand gewesen, der nur selten krank wurde. Rückblickend schien es mir fast ungewöhnlich, wie robust ich bislang gesundheitlich war – selbst die alljährlichen Grippewellen schienen an mir vorüberzugehen, und die kleineren Beschwerden wie ab und zu ein verspannter Nacken oder Kopfschmerzen hatten mich nie wirklich beeinträchtigt.

Doch nun stellte ich mir die beunruhigende Frage: Was genau ging in meinem Körper vor, das eine solche Untersuchung notwendig machte? Diese Ungewissheit, gepaart mit der Hoffnung, dass alles harmlos sein würde, beschäftigte mich tief. Es blieb mir jedoch nichts anderes übrig, als abzuwarten und darauf zu vertrauen, dass die Ärzte ihr Bestes tun würden, um mir zu helfen.

 

Einen Tag später sollte dann auch schon die OP sein..meine erste, wenn man den Kaiserschnitt mal außen vor lässt. :) Noch nie hatte ich eine Vollnarkose erhalten. Ein bisschen Bammel hatte ich ja schon.

Doch es verlief alles gut. Naja - außer die Narkose schien ich nicht so recht vertragen zu haben. Vielleicht war es auch einfach zu warm an diesem Tag, weswegen ich mich immer wieder übergeben musste. Der Arzt sprach nach der OP noch einmal mit mir und erklärte mir, dass die Gewebeprobe nun in die Pathologie nach Halle geht und es bis zu einer Woche dauern kann, ehe das Ergebnis vorliegt.

Die Narbe am Hals fand ich jetzt gar nicht so schlimm. Anfangs noch ein bisschen dick, aber nach einigen Tagen konnte der Verband schon ab.

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