04. September 2024
Was würde mich erwarten? Was passiert bei einem PET-CT? Klar hatte ich vorab schon mit der Ärztin gesprochen, aber habe ich auch wirklich alles verstanden? Was würde das PET-CT zeigen, was mich eventuell noch mehr beunruhigen sollte.
Gut, dass Micha wieder dabei war. Als seelische Unterstützung.
Ein PET-CT ist eine fortschrittliche bildgebende Untersuchung, die zwei Technologien kombiniert: die Positronen-Emissions-Tomographie (PET), die Stoffwechselaktivität im Körper sichtbar machen und die Computertomographie (CT), die man bestimmt aus dem Krankenhaus kennt.
Mir wurde eine spezielle, radioaktive Substanz, das sogenannte Tracer, verabreicht. Diese Substanz enthält eine radioaktive Markierung, die sich im Körper verteilt, insbesondere in Geweben mit hoher Stoffwechselaktivität, wie Tumoren oder entzündeten Stellen. Die PET-Komponente misst die Strahlung, die von diesem Tracer ausgeht, und erstellt dadurch Bilder, die zeigen, wo im Körper die Stoffwechselaktivität besonders hoch ist.
Die CT-Komponente erstellt detaillierte anatomische Bilder des Körpers, also eine Art „Karte“ der inneren Strukturen. Durch die Kombination beider Bilder kann der Arzt genau sehen, wo sich bestimmte Aktivitäten im Körper abspielen und was die genaue Lage ist. Das ist besonders hilfreich bei der Diagnose, Behandlungskontrolle und Nachsorge von Krankheiten wie Krebs.
Anhand der Bilder konnten die Ärzte erkennen, wo es „geleuchtet“ hat – ein fast surrealer Moment. Die Aufnahmen zeigten es deutlich: Lymphknoten, von meinem Hals abwärts. Doch das, was ich am dringendsten wissen wollte, blieb weiterhin im Dunkeln. Woher kamen diese Krebszellen? Wo war ihr Ursprung? Niemand konnte es mir sagen. Niemand wusste, wo man noch genauer hinschauen sollte. Es fühlte sich an wie ein Rätsel ohne Lösung – eine Suche nach etwas, das sich verbarg, während mein Körper bereits auf der Schlachtbank lag. Ich versuchte, die Fakten zu begreifen, aber irgendwie blieb alles irreal.
Und dann ging es plötzlich noch schneller. Der 6. September 2024 sollte der Tag der Auswertung sein, doch es war nicht nur das. Keine Zeit zum Durchatmen, kein Raum für Hoffnung oder neue Fragen – direkt danach würde meine erste Chemotherapie beginnen.
In diesem Moment spürte ich die Schwere der Realität: Es gab kein Zögern mehr, keinen Aufschub. Der Kampf hatte begonnen, auch wenn ich noch nicht einmal genau wusste, gegen wen bzw. gegen was ich eigentlich kämpfte.
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